Nov 15, 2010
Twitterwall / llawrettiwT
Ich war gemeinsam mit Ritchie Pettauer der Initiator des World Blogging Forum Vienna 2010. Und es war gut. Als Mitarbeiter des Unternehmens, das nicht nur die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt sondern Herzblut in die Veranstaltung gesteckt hat, bin ich stolz darauf, dass wir spannende Diskussionen über „The future of digital media“ hatten. Das World Blogging Forum war aus meiner persönlichen Sicht eine gute Veranstaltung. (Aus der beruflichen Sicht des Pressesprechers von A1 Telekom Austria könnte ich sowieso nichts anderes sagen.)
Nicht alles war optimal. Und dazu lernen kann man sowieso immer. Insgesamt stand aber Diskussion im Vordergrund und zwar über die Inhalte der Veranstaltung. Dass man manchmal über Nebensächlichkeiten diskutiert, soll vorkommen. (Und oft macht das auch Spaß.)
Seit gestern dreht sich die Diskussion um die Twitterwall beim World Blogging Forum.
- Gerald Bäck meint sinngemäß: „Weg damit!“: Auch gut. Dann hätten uns die Besucher sicher der Steinzeitlichkeit geziehen. Kann ja nicht sein, dass es bei allen Veranstaltungen Twitterwalls gibt, nur beim World Blogging Forum nicht.
- Andere meinen, die Vortragenden sollten die Wall besser sehen. Auch gut. Dann würden sie wohl recht unkonzentriert vortragen.
- Wieder andere meine, man möge nur ausgewählte Tweets zeigen. „Zensur!“ würden die anderen schreien.
- Die Moderatoren sollten die Tweets verstärkt mit einbeziehen. Ja, warum treffen wir uns denn in einem Raum, wo wir direkt miteinander reden können? Soll der Moderator vorlesen, was die Teilnehmer auch selbst sagen/fragen können?
Meine Conclusio zum Thema Twitterwall: Wie man’s macht, ist’s verkehrt!
Und damit nehme ich mir vor, mehr zur Diskussion der Inhalte des World Blogging Forums beizutragen als zu dieser Nebensächlichkeit.
Ein letzter Punkt: Unter der Gürtellinie ist nicht o.k. Weder digital, noch direkt. (Und so schäme ich mich als Veranstalter, dass ich nichts gesagt habe als Anita Posch ziemlich unsachlich kritisiert wurde.)
Beiträge zur Diskussion:
Gerald Bäck: Stirb, Twitterwall, stirb!
Anita Posch: “Ich will nicht ALLES wissen, was ihr denkt.” Meine Eindrücke als Speakerin beim “World Blogging Forum 2010?
Robert Basic: Referenten: Die furchterregende Twitterwall
die Conclusio hört sich fatalistisch und abwehrend an
Was Dir als widersprüchliches Gemenge erscheint, sieht für mich nach Erfahrungsaustausch aus. Ich würde die Beiträge als ein learning betrachten, wie man an der Stelle feintunen kann. Genügend Hinweise sind eingegangen, wertvoll genug, alles für mau, als Sprecher würde ich mich dreimal bedanken für diesen Input
Keine Sorge! Ich nehme für mich als Person genauso wie für meinen Arbeitgeber in Anspruch, dass wir lernwillig und -fähig sind. Wenn eine Diskussion polemisch gestartet wird, kann man ruhig auch mit Polemik darauf reagieren. Aus meiner Sicht bietet eine Twitterwall v.a. dort Mehrwert, wo Zusatzinfos/Links zu dem gepostet werden, was am Podium gesprochen wird.
Was mich allerdings schon ein wenig wundert (und das wollte ich mit dem Blogpost auch zum Ausdruck bringen): quantitativ hat das Thema Twitterwall den höchsten Anteil in diversen Nachbetrachtungen (zumindest in den deutschsprachigen) bekommen. Dabei gibt es mit Sicherheit interessantere Fragestellungen, die Thema beim #wbf2010 waren, als die Größe und Positionierung einer Twitterwall.
meine Meinung: Die Twitterwall war – abgesehen von den zu nennenden und besprochenen Negativ-Ausreißern – ein Highlight per se. Ich denke, sie hat mit dazu beigetragen, dass es zu einem sehr guten Event geworden ist. Dont underestimate the wall force, Luke
)
So, und nun meinen eigentlichen WBF-Beitrag schreiben