Ich habe mich gestern recht spontan entschlossen in die Arena zum Gig von Jello Biafra und seiner neue Band Guantanamo School of Medicine zu fahren. Dort gab es einen Mann zu erleben, der – obwohl er die 50 schon längst überschritten hat – nichts von seiner Wut eingebüßt hat.
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Diesen Beitrag habe ich für The Gap geschrieben. Auf der Website des Magazins für Lebens-Stil und Populär-Kultur ist er auch in voller Pracht und Länge zu lesen. Die Bilder sind von Nadja Igler. Das beste ist aber nur hier zu sehen: Ich erstarrt in Ehrfurcht vor Hans-Joachim Roedelius.
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Hans-Joachim Roedelius ist die personifizierte Ehrenrettung einer Musikgattung, die heutzutage glatt gebügelt, hochglanzpoliert und befreit von jeglichem störendem Intellekt als Hintergrundbeschallung in Massagestudios verwendet wird. Das zeigt er am 3. Jänner im Porgy & Bess.
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Das sind nicht Mudhoney
Mag sein, dass ich mir einfach zu viel erwartet habe als ich gestern Abend in die Arena fuhr. Aber Mudhoney sind für mich sowas wie die Brücke in meine Jugendzeit. Das lebende Beispiel dafür, dass man sich dem Erwachsenwerden entziehen kann. Fuzz-Gitarre, treibendes Schlagwerk und der Welt eine Riesenportion Verachtung vor die Füße gespuckt. ”Touch me I’m sick” hiess das vor einigen Jahren. Auch auf dem letzten Album gibt sich Mark Arm als Role-Model für gelebte Renitenz.
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