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My blog is my castle

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Heute hat der Europäische Gerichtshof final bestätigt, dass der sichere Hafen nicht sicher ist. Morgen findet im Rahmen der Reihe twenty.twenty eine Diskussion zum Thema „Blogosphere 2020“ statt. Das eine hat mit dem anderen zu tun. Für mich zumindest. Es erinnert mich einmal mehr daran, mehr auf meinem Blog zu publizieren, anstatt meine schlampig hingekrakelten Zeichnungen irgendwelchen Plattformbetreibern in den Rachen zu werfen. Ich sollte auch meine windschiefen Metaphern und Stilblüten, für die ich ohnehin zu wenig Zeit finde, nicht den Stylesheets und Algorithmen amerikanischer Unternehmen unterordnen. Und wenn meine Ameisenfotos schon von Suchmaschinen indiziert werden, dann sollten sie zumindest auf einem Server liegen, den ich kontrolliere. Ja, mein Blog ist meine Burg! Da bin ich nicht Untermieter oder gar nur Besucher, sondern Hausherr. All das hat bittschön nichts mit einem digitalen Biedermeier zu tun, sondern mit digitaler Selbstbestimmung. Die ist zwar nicht sonderlich bequem, aber das war Selbstbestimmung noch nie.

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Namensnennung: Werner Reiter (werquer)

Lügenpresse!

Morgen (also am 10. Februar 2015) findet ein twenty.twenty zum Thema „Sehenswerte News“ statt (Details siehe >>hier). Dabei soll es um „Visual Journalism“ gehen. Als Vorbereitung darauf habe ich die Funktionsweise einer Lügenpresse visualisiert.

luegenpresse

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Namensnennung: Werner Reiter (werquer)

Singt, ihr Medienmenschen! Singt!

Demnächst ist wieder twenty.twenty. Bei der 23. Ausgabe wird es um „Sehenswerte News“ (also um „Visual Journalism“) gehen. Dazu gibt es auch eine Blogparade. In meinem Beitrag möchte ich mich einem vernachlässigten Aspekt im Journalismus widmen. Dazu habe ich ein kleines Experiment vorbereitet.

Das kennt ihr sicher:

Charlie Hebdo

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Tag 2 des „New Dawn“: „Reconstructing narratives“ und das Prinzip Popstar

Es gäbe viel zu berichten über Tag 2 des 31c3. Da andere das aber ohnehin schon getan haben, möchte ich mich auf ein paar Gedanken zu einer Session beschränken, die mich sehr beschäftigt.

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Beobachtungen zur „Netzsprache“

Es ist wieder mal twenty.twenty und Blogparade ist auch. Dieses Mal geht es um das Thema „Netzsprache“. Dazu fällt mir so viel ein, dass sich das gar nicht in einen Text mit Einleitung, Hauptteil und tl;dr verpacken lässt. Ich liste daher einfach ein paar Beobachtungen auf.

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Wolfgang Fellner bekommt schon wieder Post. – Und einen Briefbeschwerer zum 2x30er!

oesterreichGuten Tag Herr Fellner,

da mein Schreiben vom 11. Oktober 2014 (Kopie anbei) nicht die gewünschte Wirkung gezeigt hat, wende ich mich mit meinem Anliegen nochmals an Sie.

Wie den Medien zu entnehmen war, hatten Sie in den vergangenen Tagen viel zu tun. Sie mussten mit Ihren über 500 Weggefährten –  „von Kanzler Faymann über Dompfarrer Toni Faber bis zu Larissa Marolt waren alle dabei!“ – unentwegt in Kameras lächeln und nebenbei auch noch täglich Dinge auf buntes Papier drucken lassen, die auf den ersten Blick wie Journalismus wirken. Das ist bestimmt anstrengend. Sie sind ja keine 30 mehr.

Ihr Erinnerungsvermögen ist offensichtlich auch nicht mehr das beste. In einem APA-Interview haben Sie eingestanden: „Tiefen fallen mir ehrlicherweise keine ein, weil ich ein optimistischer Mensch bin.“ Dabei gäbe es viele journalistische Tiefpunkte in den bunten Druckwerken, mit denen Sie dieses Land in Ihrem langen Leben beglückt haben. (Zur Auffrischung Ihrer Erinnerung empfehle ich die Lektüre des Medienwatchblogs Kobuk.)

Doch darum geht es mir nicht. Mir geht es um die marketingseitigen Tiefpunkte. Mit einem davon sind Sie jetzt schon zum zweiten Mal über meine Grenzen gegangen. Diese verläuft genau beim Einwurfschlitz meines Postfachs. Dort beginnt nämlich meine Privatsphäre. Der Aufkleber „Bitte kein Werbematerial“ (ein Foto davon habe ich Ihnen bereits meinem letzten Schreiben beigelegt) ist ein klares Signal dafür, dass ich es nicht besonders schätze, wenn diese Grenze überschritten wird. Für Sie ist das eine „normale Marketingaktion“, die Sie auch noch wiederholen wollen!

„Der erste Testlauf in dieser Woche hat wirklich großartig funktioniert – schauen wir mal, wie oft wir das in Zukunft machen. Es hat jedenfalls Spaß gemacht.“  

Herr Fellner, selbst wenn Sie – wie schon bei meinem letzten Schreiben – die Postgebühr übernehmen, macht es mir keinen Spaß, Ihre Privatadresse zu recherchieren und Ihnen Ihr bunt bedrucktes Papier zu retournieren. Es macht mir auch keinen Spaß, Ziegelsteine zu suchen. Einen solchen habe ich Ihnen nämlich mitschicken müssen, damit Sie einen Briefbeschwerer haben, bei dem ich mich darauf verlassen kann, dass mein Brief auf Ihrem Tisch liegen bleibt, wenn Sie in einem Ihrer cholerischen Anfälle mit Ihren Armen Windmühle spielen. Lassen Sie mich bitte nicht noch einmal wie Don Quijote dagegen ankämpfen!

Ich verbleibe in der Hoffnung auf positive Erledigung meines Anliegens!

Werner Reiter

Wolfgang Fellner bekommt Post

Guten Tag Herr Fellner,

Sie werden sich vielleicht wundern, dass Sie Post von mir bekommen. Nun, ich habe mich auch gewundert als sich diese Woche bunt bedrucktes Papier in meinem Postkasten vorgefunden habe. Es war zwar nicht persönlich adressiert, aber ich weiß aus den Medien (nicht aus denen, die Sie herausgeben), dass Sie Ihr bedrucktes Papier zum Zwecke der Auflagensteigerung neuerdings „auch an Werbeverweigerer“ zustellen lassen. Damit meinen Sie eindeutig mich. Ich bin so ein Werbeverweigerer.  Das habe ich auch mit einem entsprechenden Aufkleber auf meinem Postkasten deklariert. Als Beleg habe ich ein Foto von selbigem beigefügt.

keine_werbung

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VAP erwirkt weitere Netzsperre

Der Verein für Antipiraterie (VAP) hat eine weitere Netzsperre bewirkt. Alle österreichischen ISPs müssen den Zugriff auf die Internetseite österreich.at unterbinden. VAP-Chef Werner Müller: „Die Marke Österreich gehört dem österreichischen Volk. Die so genannte Mediengruppe gleichen Namens verwendet den Begriff widerrechtlich. Es ist eine Schande, dass die Bundesregierung bislang nichts gegen diesen schrecklichen Missbrauch unternommen hat. Wir konnten da da nicht länger zusehen!“ Daher hat der VAP im Namen der Bundesregierung geklagt und Recht bekommen. Das Handelsgericht Wien hat heute entschieden, dass alle heimischen ISPs den Zugriff auf den Webauftritt der Tageszeitung sperren müssen. „Wir werden nicht eher ruhen, bis auch der Zugang zur Printausgabe unterbunden ist“, so Müller. Derzeit lässt der VAP auch prüfen, ob auch bei der Tageszeitung „Heute“ Begriffspiraterie betrieben werde. 

Social Media Lemminge: Der österreichische Weg

Es hat sich mittlerweile schon herumgesprochen, dass Spenden an die ALS Association nicht unbedingt sehr zielgenau sind (siehe etwa Politicalears oder Stern.de). Nichtsdestotrotz geht das Eiswasserüberdenkopfschütten in Österreich munter weiter.

Eine typisch österreichische Lösung wurde gefunden: Man publiziert lustige Videos, in denen man sich zum Amüsement der p.t. Timeline mit kaltem Wasser tauft, und lässt den lästigen „guten Zweck“ einfach weg.

Es ist mir gelungen, letztendlich doch noch eine Nominierung für diesen Unfug zu ergattern. Diese wiederum bietet mir Gelegenheit, auch ein Video zu veröffentlichen und Thomas Bernhard zu zitieren (und zwar aus Thomas Bernhard, Der Wahrheit auf der Spur – Die öffentlichen Auftritte).

Ich verwende kein Binnen-I (Shitstorm anybody?)

Da jetzt ohnehin schon so gut wie alle heimischen Medien aufgeregt im Sommerloch herumrudern, das sich nach Andreas Gabaliers unkorrekter Interpretation unserer unzeitgemäßen Hymne (Brüder? Schwestern? Hämmer? Dome?) aufgetan hat, muss ich auch noch was zur aktuellen Genderdebatte beitragen. Ich gestehe: Ich verwende kein Binnen-I.

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