Sehr geehrter Herr Rainer,
ich möchte eigentlich nicht mehr allzu viele Worte über Ihren unappetitlichen Artikel „Freiheit für den Mann“ verlieren. Die Kommentare unter Ihrem Blogpost zu dem Themenkomplex Strauss-Kahn/Kachelmann sprechen eh für sich. Mögen noch viele weitere dazu kommen!
Erlauben Sie mir aber ein paar persönliche Worte zu meinem Abschied von profil: Ich habe nach langen Jahren mein profil-Abo gekündigt. Sie werden es schon erraten haben: Ihr letzter Blogeintrag hat mir die Entscheidung erleichtert. Er ist aber nur der Höhepunkt einer Entwicklung, die ich schon seit geraumer Zeit bei profil beobachte. Das „unabhängige Nachrichtenmagazin“, das sich so damit brüstet, Qualitätsjournalismus zu bieten und als Beweis dafür die Auszeichnungen zum Magazin des Jahres 2009 bzw. 2010 ins Treffen führt, hat mit seinen Covers und seinen Titelstories einen Weg eingeschlagen, den es nicht nötig hätte und der mir mittlerweile schon vorkommt wie eine Kampagne der Kronen Zeitung zu Dichands besten Zeiten. Und ich habe den zwingenden Verdacht, dass das auf die Person des profil-Herausgebers und Co-Chefredakteurs zurückzuführen ist.
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Ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich meinen Beitrag für die twenty.twenty Blogparade anlege. Es gäbe viel zu sagen über das Thema „Wie wird die Gesellschaft in Zukunft mit Information umgehen?“. Es ist ja noch nicht mal alles gesagt darüber, wie die Menschen heute mit Information umgehen.
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Mit diesem Beitrag folge ich dem Aufruf von twenty.twenty zur Blogparade. Die vierte Veranstaltung widmet sich dem Thema „Allgemeinbildung 2020“ media literacy in times of digital revolution Konkret lautet die Frage
“Was wird im Jahr 2020 unter Allgemeinbildung verstanden und wie kann diese vermittelt werden?”
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Es ist noch gar nicht lange her, dass sich die österreichische Social Media Szene nach allen Regeln der Kunst über Dr. Guttenberg und seine Dissertation empört hat. Im wissenschaftlichen Bereich gehört es nun mal dazu, korrekt zu zitieren. Auch die Ernst gemeinte Twitterei kommt nicht ohne korrekte “RT” und “via” Hinweise aus. So habe ich auch die Empörung der heimischen Twitteristi damals auch verstanden.
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Ich bin nicht mehr der Jüngste und vielleicht nicht mehr ganz Zielgruppe von Radio FM4. Obwohl: Die Herren Ostermayer, Blumenau et. al spielen doch in meiner Liga. Ich bin quasi mit der Ö3 Musicbox aufgewachsen (Die war meine Verbindung mit der großen weiten Welt. Damals in meinem Heimatkaff in Oberösterreich). Ich habe die Radiopiratenzeit in Wien miterlebt und als FM4 kam, habe ich mich ehrlich gefreut. (Wenn ich es heute höre, finde ich ab und zu immer noch Gründe, mich zu freuen.)
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Whistleblowing hat nun in Österreich einen organisatorischen Rahmen bekommen. Ein eigens gegründetes Ressort für „Investigative Recherche“ der Tageszeitung Kurier ist Anlaufstelle für alles was so dringend leaken muss. weiter »
A new star is born. Die Aufstände in Ägypten und Tunesien werden als „Facebook Revolution“ bezeichnet. Ein schöner Begriff mit Starpotenzial für die aktuellen Geschehnisse in Nordafrika. Es scheint ein Flächenbrand zu werden. – Heute am Abend wurde bereits von Protesten in Saudi Arabien berichtet. Das ganze Potenzial von schneller Informationsverbreitung und Vernetzung via Social Media wurde ausgenutzt und die Mobilisierung ist gelungen. Das ist der positive Teil der Geschichte. Der negative Teil sind die Gewalt in den Straßen von Ägypten, Tunesien und wer weiß, wo demnächst noch – und die Tatsache, dass das Internet von den ägyptischen Machthabern einfach abgedreht wurde.
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Die Diskussions-Reihe twenty.twenty geht in die zweite Runde. Im Vorfeld der Veranstaltung am 30. November gab es wieder einen Aufruf zur Blogparade. Diesmal zum Thema:
„Shameless Self Promotion oder Beitrag zu einer pluralistischen Informationsgesellschaft?“
Bei der Veranstaltung selbst soll es zwar um die Zukunft gehen, ich möchte dennoch ein paar Worte zur österreichischen Gegenwart verlieren. Die Kurzversion meiner Antwort: beides kann mit Ja beantwortet werden. Es gibt kein Entweder-Oder.
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Diesen schlanken Blogpost habe ich verfasst für twenty.twenty - eine Diskussionsreihe über digitale Themen, die uns möglicherweise auch noch im Jahr 2020 bewegen.
Das waren noch Zeiten als Schüler im kontrollierbaren Sandkasten an der Schülerzeitung gebastelt haben. Heute kann jede und jeder sich zum Medienproduzenten ernennen und hat – Digitalisierung sei Dank – nahezu unbeschränkte Reichweiten.
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Nachfolgendes habe ich in einer schlaflosen Nacht für das Magazin für Glamour und Diskurs verfasst. (Andere sagen auch The Gap, Ausgabe 110 dazu.)
Nicht erst seit Facebook gibt es im Netz einen Zwang zur Authentizität. Dieser widerspricht allerdings unserem realen Bedürfnis, mehrere Rollen zu leben. Wir werden künftig deshalb mit mehreren IDs im Web unterwegs sein, meint der Netztheoretiker Geert Lovink.
Anlässlich seines Vortrags im Rahmen der Veranstaltungsreihe twenty.twenty: Paradoxes aus der Netzwelt. weiter »