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Da Hofa 2.0

Aus der Reihe „Warum es wichtig ist, dass ihr die Petition gegen das geplante Staatsschutzgesetz unterzeichnet“:

www.staatsschutz.at

da_hofer

Falls euch der Text des Originals von „Da Hofa“ nicht mehr geläufig ist, könnt ihr das Lied hier nachhören:

Die Halbwilde

Warum es wichtig ist, die Petition gegen das geplante Staatsschutzgesetz zu unterzeichnen, könnt ihr auf www.staatsschutz.at nachlesen.

Die Kurzform dazu gibt es hier:

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Bumm, die Integrationskeule!

Manchmal ist es ganz hilfreich, Dinge auf sich selbst zu beziehen, auch wenn man gar nicht gemeint ist. Ich mache das seit einigen Tagen mit dem Begriff der „Integrationsunwilligkeit“. Die Geschichte, die mit diesem Wortungetüm erzählt werden soll, geht in etwa so: Kein Problem, wenn Menschen von irgendwoher zu uns kommen, solange sie sich so benehmen, wie wir das wollen. „Wir“ sind immer diejenigen, die glauben, die Mehrheit zu repräsentieren.

Nun bin ich zwar kein Revolutionär, aber ich nehme für mich in Anspruch, nicht immer mit dem Strom zu schwimmen. Das wird mir größtenteils zugestanden. Ich bin ein bisschen stolz darauf, so was Ähnliches wie eine Karriere gemacht zu haben, ohne mir jemals eine Krawatte umzubinden. Ich trage einen struppigen Bart und sehr oft Kopfbedeckungen. Und ich reiße meinen Mund manchmal etwas weiter auf als andere. Andere Menschen, die Bärte oder Kopfbedeckungen in Form von Kopftüchern tragen, gelten vielen als nicht ganz optimal integriert. Trotzdem: Ich darf das. Bei anderen, die nicht per Dokument und eigentlich eh schon seit Generationen Österreicherinnen und Österreicher sind, wird das in anderer Weise thematisiert als bei mir. Vor allem, wenn sie ihren Mund aufmachen und etwas rauskommt, das nicht Deutsch bzw. Österreichisch ist.

Wenn diese Menschen dann auch noch gegen weitere Regeln oder gar Gesetze verstoßen, wird recht schnell der Ruf laut, sie müssen sich jetzt integrieren oder man würde versuchen, sie loszuwerden. Würde ich mich ähnlicher Vergehen schuldig machen, hätte ich die dafür vorgesehenen Konsequenzen tragen: Eine mehr oder weniger gerechte Strafe, schlechtere Karrierechancen, ein bisschen Ausgrenzung. Aber niemand würde die Integrationskeule vor meinen Augen schwingen. Mit Abschiebung könnte mir ohnehin niemand drohen.

Ehrlich: Ich bin froh darüber, dass unsere Gesellschaft mir das Recht zugesteht, ein wenig unangepasst zu sein. Noch froher wäre ich, wenn dieses Recht gleichermaßen für alle Mitglieder unserer Gesellschaft gelten würde. Wenn Integration als Zwang empfunden wird, sind Abwehrreaktionen bis zu einem gewissen Grad verständlich. So wie ich gerne viele Angebote bekomme und manche davon  – durchaus im Bewusstsein der Konsequenzen, die das bringen kann – nicht annehme, müssen auch Menschen, die ihre Wurzeln nicht in Österreich haben, Angebote bekommen. Sie müssen aber auch die Möglichkeit haben, sie nicht anzunehmen. Und wenn sie gegen Regeln verstoßen, sollten sie keine härteren Konsequenzen fürchten müssen als ich. Alles andere reißt genau die Gräben auf, die die gutmeinenden Integrationsbefürworter eigentlich überwinden wollen.

vorratsdatendramolett

a: frau minister, frau minister, ich habe ein verbrechen in meinen daten gefunden!

b: zeigen sie her! was ist es?

a: eine grundrechtsverletzung!

b: geh bitte!

 

„Je suis terroriste?!“

Natürlich sind wir keine Terroristinnen und Terroristen! Wir haben uns nichts, aber auch gar nicht zuschulden kommen lassen. Warum sollen wir dann unter Generalverdacht gestellt und flächendeckend überwacht werden?

Hier ein paar Bilder von der heutigen Aktion des AK Vorrat, fotografiert von der famosen Karola Riegler.

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Die Bilder stehen unter einer  Creative Commons 4.0 BY Lizenz.

Alle Infos zur Aktion gibt es hier: „JE SUIS TERRORISTE?!“ – Lassen wir uns nicht wie Terroristen behandeln!

Erste Medienberichte:

FM4 

Unwatched 

Netzpolitik.org

Krone.at

derStandard.at

Futurezone

Wiener Zeitung

Fundstück, 1972

„Computers are mostly used against people instead for people; used to control people instead of to free them; Time to change all that – we need a …Peoples Computer Company.“
PCC-Newsletter, 1972

Tag 2 des „New Dawn“: „Reconstructing narratives“ und das Prinzip Popstar

Es gäbe viel zu berichten über Tag 2 des 31c3. Da andere das aber ohnehin schon getan haben, möchte ich mich auf ein paar Gedanken zu einer Session beschränken, die mich sehr beschäftigt.

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Tag 1 des „New Dawn“

Der 30c3 hatte kein Motto. Etwa 9.000 Menschen waren im Vorjahr nach Hamburg gekommen, um sich kollektiv die Wunden zu lecken, die ihnen Edward Snowdens Enthüllungen gerissen hatten. Ohne Motto. Sprachlos. Sogar die konsequentesten Paranoiker waren von den Snowden-Leaks überrascht worden. Die Realität war schlimmer als die düstersten Dystopien. – Und sie ist es noch immer. Aber es bewegt sich etwas. Kaum jemand auf der Welt mit halbwegs regelmäßigen Medienkonsum, die oder der nicht darüber Bescheid wüsste, dass die NSA sich Zugriff auf ihre digitalen Spuren verschafft hat. Die meisten davon kümmert das nicht wirklich. Doch immer mehr beschäftigen sich mit Gegenmaßnahmen. Das zeigt sich auch an den steigenden Besucherzahlen des 31. Chaos Communication Congress. Heuer sind es 12.000. 12.000, denen Crypto kein Fremdwort ist.

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TTIP stoppen: Haben Sie’s gehört, Herr Juncker?

Der designierte EU-Kommissionspräsident wird einen Sager aus dem Jahr 1999 nicht mehr los werden. Damals zitierte ihn der Spiegel so:

„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“ (Quelle: siehe >>hier)

Diese Methode wird auch bei den TTIP (dem transatlantischen Freihandels- und Investitionsabkommen mit den USA,  CETA (einem umfassende Freihandels- und Investitionsabkommen mit Kanada) und TiSA (dem Freihandelsabkommen zum Handel mit Dienstleistungen)  angewandt. Heute sind an 400 Orten in 22 Ländern Menschen auf der Straße gewesen, die deutlich vernehmbar dagegen auftreten. Alleine in Wien waren’s nach Angaben der Veranstalter um die 2.000. – Das sind mehr als es Einsatzkräfte braucht, um ein paar Punks aus einem besetzten Haus zu holen. Ich hoffe, Herr Juncker, die Geheimverhandler und auch die österreichische Bundesregierung haben’s gehört.  Der nächste Schritt wären – Junckers Logik folgend – Aufstände.

Infos unter: www.ttip-stoppen.at.

Hier ein paar Bilder von der Demo in Wien:

ttip_1

 

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#codeEU: Wer liest schon Gesetze?

Irgendwie ist ja alles politisch. So auch das mit der Software, dem ihr zugrunde liegenden Code und den Algorithmen dahinter. Und wie immer beim Politischen, ist es für den Großteil der Menschen harte Arbeit, sich Gehör zu verschaffen, mitzugestalten et cetera pp.

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