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Barbara Rosenkranz: Das hässliche Lächeln der Vergangenheit

In der aktuellen Ausgabe des Magazins für Glamour und Diskurs (that is: The Gap) findet sich ein Wortwechsel zum Wahlkampf von Barbara Rosenkranz. Ich habe selbigen organisiert.

Der Einladung sind gefolgt: Corinna Milborn,
Lucia Felbermayer, Dietmar Ecker, Günther Ogris, Hubert Sickinger und Sepp Tschernutter.

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Bitte treten Sie nicht zurück, Herr Ratzinger!

Sehr geehrter Herr Ratzinger,

ich wende mich an diesem Ostersonntag mit einer Bitte bzw. einem Ratschlag an Sie.

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Es geht nicht um Fußball. Es geht um Menschlichkeit!

Dieses Schreiben hat Thomas Weber von The Gap heute erreicht. Ich komme der darin enthaltenen Bitte um Weiterleitung gerne nach. Bitte lest, denkt nach und unterschreibt auf: http://www.fussballverbindet.org/

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Meine Butterdose und die Europäische Union

Vorweg: Ich bin ein glühender Befürworter des europäischen Gedankens. Als Friedensprojekt ist mir die Europäische Union mehr als willkommen. Freien Güter- und Personenverkehr halte ich prinzipiell auch für eine gute Sache. Die Türkei ist mir als Mitglied des Staatenbundes (Erledigung der menschenrechtlichen Hausaufgaben vorausgesetzt) auch herzlich willkommen. Eine europäische Staatsbürgerschaft, wie Erhard Busek sie diese Woche zur Diskussion gestellt hat, halte ich für einen mehr als interessanten Ansatz. Eine tiefere politische Integration innerhalb der EU muss sich aber immer auch an ihrer Einstellung und ihren Aktionen in Punkto Außenbeziehung messen lassen. Die „Mir san mir“ Mentalität auf nationaler Ebene ist ungustiös genug, als institutionalisierte Politik einer Staatengemeinschaft ist sie umso gefährlicher.

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“Kongo” in der Galerie Westlicht – Ein wenig Betroffenheit am Sonntagnachmittag

kongo Kongo in der Galerie Westlicht – Ein wenig Betroffenheit am Sonntagnachmittag

Kindersoldaten

„Kongo: Susan Schulmann – Überleben in einem vergessenen Land“ heißt die aktuelle Ausstellung in der Galerie Westlicht. Die Koordinaten kurz durchdekliniert: Ein verdienstvoller „Schauplatz für Fotografie“ in einer der Schickimicki-Gegenden Wiens, eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit Ärzte ohne Grenzen und ein Thema, das gerade in der Vorweihnachtszeit voll in die Magengrube trifft. Und so war auch ich an diesem nebeligen Adventsonntag-Nachmittag betroffen: Im Zentrum standen Menschen. Kongolesen, die offensichtlich Schwierigkeiten hatten, in die Kamera einer weißen Fotografin zu blicken, weil ihnen der Blick einer weißen Frau vielleicht ebenso feindlich vorkam wie der der kongolesischen Milizen. Nach meiner Runde in der Galerie würgte mich das große „Aber“. Susan Schulmann sitzt mit ihren Bildern zwischen den Stühlen. Künstlerisch kann man sich einem Thema wie diesem ohnehin nur schwer nähern. Ein dokumentarischer Zugang müsste für einen Mitteleuropäer zu weit ausholen. Mal ehrlich: Selbst die Besucher der Galerie Westlicht (inklusive meiner Wenigkeit) haben goßteils wenig bis keine Ahnung von den politischen Zusammenhängen in Zentralafrika. Also bleibt die menschliche Schiene. Verzweiflung, Dreck, Hoffnungslosigkeit. Alles richtig. Alles verursacht dieses unangenehme Gefühl in der Magengrube. Aber: Was hilft es, wenn das ein paar Besucher einer Galerie im 7. Bezirk erreicht? Wer stellt die persönliche Geschichte dieser Menschen, ihre Armut, ihren Hunger, ihre Verzweiflung in einen politisch-historischen Kontext?

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Fragezeichen statt Kreuz – für eine offene Diskussion in Schulklassen

Das gestrige Votum in der Schweiz hat wieder einmal gezeigt, wie sehr Symbole das allgemeine Verständnis von Politik prägen. Vorab: Über die Entscheidung der Kantönli-Kleingeister kann man nur entsetzt sein. Das Verbot von Turmbau als Maßnahme gegen die Radikalisierung muslimischer Bevölkerungsgruppen hoch zu stilisieren ist schlichtweg naiv, die dahinter liegende Gesinnung brandgefährlich. Mir geht es aber um ein anderes Symbol: nämlich das Kreuz. Und vor allem um die Begründung für einen meiner Tweets, der vor einigen Tagen recht rasch weiter verbreitet wurde. weiter »

Maria Fekter, nimm mich! – Ein offener Brief

Sehr geehrte Frau Bundesminister,

ich habe noch nie einen Brief an eine Ministerin geschrieben und bin nicht sicher, ob ich nicht schon mit der Anrede im Fettnäpfchen herumstolpere. Aber ich habe mal in einem Kommunikations-Seminar gelernt, dass es hilft, wenn man zu Beginn einer Kommunikation die Gemeinsamkeiten hervor streicht, eine Basis schafft. Da fällt mit zuallererst unser gemeinsamer „Hintergrund“ ein. Wohlgemerkt, der ist kein „Migrationshintergrund“. Immerhin: wir beide kommen aus Oberösterreich. Darüber hinaus könnten wir uns wohl blendend über „lebt (zumindest teilweise) und arbeitet (recht viel) in Wien“ unterhalten. Doch deswegen schreibe ich keinen offenen Brief an Sie. weiter »

Die Uni brennt – Am Feuer kocht die Utopie einer besseren Welt

Das ist sie also, die angeblich so ideologielose Jugend. Pragmatisch bis zum geht nicht mehr. Zwischen Spassgesellschaft, prekären ökonomischen Verhältnissen und verknöcherten politischen Strukturen. Und sie probt den Aufstand. Viel wurde in den letzten Tagen darüber geschrieben, wie schnell sich die Audimax-Besetzer organisiert haben, das Social Web von Facebook über Twitter und Ustream für ihren Protest gegen die jahrelangen Verfehlungen der heimischen Bildungspolitik genutzt haben und es schaffen, mit vielen Stimmen für eine Sache zu sprechen. Eine Sache, die sie nicht nur als die ihre ansehen. Es geht nicht um eine Verbesserung für die Chancen für sich selbst, um Verbesserung der Studienbedingungen, sich rasch einen Abschluss zu erkämpfen und sich einen bequemen Platz im besser gestellten Teil der Gesellschaft zu sichern. An Österreichs Universitäten werden wieder größere Zusammenhänge gedacht. weiter »

Deutschland sagt „Stopp“

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Stoppschilder im Web

Stoppschilder im Internet: Die Deutsche Regierung beschließt eine ebenso skurrile wie demokratiefeindliche Maßnahme, um gegen Kinderpornografie vorzugehen. Webseiten mit kinderpornografischem Inhalt können künftig gesperrt werden. Wer in deren Richtung surft bekommt ein Stopp-Schild zu sehen. Und seine Daten werden gespeichert.

Anfang des Jahres tönte die deutsche Kanzlerin Merkel noch vollmundig, dass sie den Ausbau von Breitband-Internet für alle Haushalte Deutschlands forcieren will. Breitband sei die Infrastruktur der Zukunft. Das klingt in der Form vielleicht noch ein wenig abstrakt, trifft aber den Nagel auf den Kopf. Internet ist der Lebensnerv der heutigen Zivilgesellschaft. Dieser Tage bewahrheitet sich das auf traurige Weise im Iran. Social Media Anwendungen dienen zur Organisation der Proteste und zum Informationsaustausch. Nun ist es aber nicht nur die autoritäre iranische Staatsmacht, die sich chirurgisch betätigt sondern der deutsche Gesetzgeber. Um bei dem Bild zu bleiben: Operationen an Nerven sind eine komplexe Sache und können weitreichende Auswirkungen haben. Daher muss die Frage gestellt werden, ob dieser Eingriff notwendig und verhältnismäßig ist. Die Antwort gleich vorweg: Er ist es nicht.

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