Jan 10, 2011 1
Philotas im Vestibül: Es braucht nicht viel, um einen gelungenen Theaterabend zu schaffen
Im Vestibül des Burgtheaters wird der Beweis erbracht, dass es nicht viel braucht, um einen guten Theaterabend zu schaffen. Michael Höppners Inszenierung von Lessings Philotas kommt weitgehend ohne Pomp, Trara und bemüht kreative Regieeinfälle aus. Simon Kirsch spielt den jungen Heißsporn Philotas in einem kleinen Rechteck, nutzt den Raum voll aus, geifert, wütet, weint. Ein paar mit Bedacht gewählte Requisiten (Bett, Dusche, Fernseher) stellen das Gefangenenzelt dar, in dem er sein Schicksal beklagt, einen fatalen Plan entwirft und damit die Pattsituation nicht auflöst, sondern sie sogar auf Dauer festschreibt. Der Krieg zwischen den Land seines Vaters und dem von König Aridäus (gespielt von Markus Hering) geht weiter.
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