Vergangene Woche war ich bei der re:publica in Berlin. Bei der größten Internet-, Blogger-, Netzaktivisten-, was-weiß-ich-Konferenz hat sich eines abgezeichnet: Die Zentralisierungstendenzen werden zunehmend kritischer gesehen.
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Ich, ein Mann mittleren Alters, habe diesen Sonntagnachmittag mit meiner Freundin in der Sonne verbracht. Nach einem kleinen Nickerchen in der Wiese stellte ich fest, dass der Akku meines Smartphones leer war. Also nahm ich das Nachrichten-Magazin profil zur Hand.
Dort fand ich in dem Artikel „Netzkampagagnen“ von Christa Zöchling (den es leider nicht nun auch online gibt; siehe hier) alle Vorurteile bestätigt, die man diesen Internet-Nerds gegenüber pflegt: Sie sind jung, männlich, schlafen nie [1] (wahrscheinlich wegen dieses Teufelszeugs Club-Mate), tragen Kapuzenpullis (die sie wahrscheinlich nur selten waschen), haben es schwer bei der Anbahnung von Geschlechtsverkehr [2] und reden in dubiosen Hinterzimmern über Dinge, die ich als normaler Mensch nicht kenne und die mich deshalb auch sicher nicht betreffen [3]. Von den wirklich wichtigen Dingen wie etwa der Weltwirtschaft haben diese Menschen allerdings wenig Ahnung [4].
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Meine kurze Besprechung dieses Buches ist in der 123.sten Ausgabe des Magazins für Glamour und Diskurs the gap erschienen:
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Ihr kennt das ja jetzt schon: Das ist wieder mal so eine Zweitverwertung meiner Ergüsse für das lobens- und schätzenswerte Magazin The Gap, für das ich fallweise die Ehre habe, Buchstaben in die Tastatur purzeln zu lassen:
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Am 1. und 2. November 2011 wurde die London Conference on Cyberspace abgehalten. Eine dringend notwendige Veranstaltung, bei der Politiker, Netzexperten und Industrie die grundlegenden Fragestellungen über die Zukunft des Netzes zumindest einmal andiskutiert haben. Die Eröffnungsrede des britischen Außenministers William Hague hat mich tief beeindruckt. Da hat ein hochrangiger (und noch dazu konservativer) Politiker ein paar sehr kluge Dinge gesagt, die Wichtigkeit einer Netzpolitik unterstrichen und zumindest mal Ansatzpunkte für die Lösung der brennendsten Fragen geliefert. (Mehr dazu weiter unten.) - Nicht zuletzt deshalb habe ich heute ein kleines Experiment wiederholt.
Bei den Wahlen zum Berliner Landesparlament hat die Piratenpartei mit einem Ergebnis von 9 % überrascht. Das sorgt auch hierzulande für intensive Diskussionen. Auf den ersten Blick sind die Piraten ja eine monothematische Partei. Auf den zweiten sind sie aber diejenigen, die am besten erkannt haben, welchen zentralen Stellenwert das Netz für die weitere Entwicklung unserer Gesellschaft haben wird.
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