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Twitter-Zensur: Nichts sagen ist kein Protest!

Mir ist schon klar: Ich habe keine besonders große Reichweite, aber ich möchte dennoch den Versuch starten, einen etwas gehaltvolleren Protest gegen die heute bekannt gewordenen Zensurvorhaben von Twitter anzuregen. Aus meiner Sicht läuft der #TwitterBlackout nämlich ins Leere.

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Twitterwall / llawrettiwT

Ich war gemeinsam mit Ritchie Pettauer der Initiator des World Blogging Forum Vienna 2010. Und es war gut. Als Mitarbeiter des Unternehmens, das nicht nur die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt sondern Herzblut in die Veranstaltung gesteckt hat, bin ich stolz darauf, dass wir spannende Diskussionen über „The future of digital media“ hatten. Das World Blogging Forum war aus meiner persönlichen Sicht eine gute Veranstaltung. (Aus der beruflichen Sicht des Pressesprechers von A1 Telekom Austria könnte ich sowieso nichts anderes sagen.)

Nicht alles war optimal. Und dazu lernen kann man sowieso immer. Insgesamt stand aber Diskussion im Vordergrund und zwar über die Inhalte der Veranstaltung. Dass man manchmal über Nebensächlichkeiten diskutiert, soll vorkommen. (Und oft macht das auch Spaß.)

Seit gestern dreht sich die Diskussion um die Twitterwall beim World Blogging Forum.

  • Gerald Bäck meint sinngemäß: „Weg damit!“: Auch gut. Dann hätten uns die Besucher sicher der Steinzeitlichkeit geziehen. Kann ja nicht sein, dass es bei allen Veranstaltungen Twitterwalls gibt, nur beim World Blogging Forum nicht.
  • Andere meinen, die Vortragenden sollten die Wall besser sehen. Auch gut. Dann würden sie wohl recht unkonzentriert vortragen.
  • Wieder andere meine, man möge nur ausgewählte Tweets zeigen. „Zensur!“ würden die anderen schreien.
  • Die Moderatoren sollten die Tweets verstärkt mit einbeziehen. Ja, warum treffen wir uns denn in einem Raum, wo wir direkt miteinander reden können? Soll der Moderator vorlesen, was die Teilnehmer auch selbst sagen/fragen können?

Meine Conclusio zum Thema Twitterwall: Wie man’s macht, ist’s verkehrt!

Und damit nehme ich mir vor, mehr zur Diskussion der Inhalte des World Blogging Forums beizutragen als zu dieser Nebensächlichkeit.

Ein letzter Punkt: Unter der Gürtellinie ist nicht o.k. Weder digital, noch direkt. (Und so schäme ich mich als Veranstalter, dass ich nichts gesagt habe als Anita Posch ziemlich unsachlich kritisiert wurde.)

Beiträge zur Diskussion:

Gerald Bäck: Stirb, Twitterwall, stirb!
Anita Posch: “Ich will nicht ALLES wissen, was ihr denkt.” Meine Eindrücke als Speakerin beim “World Blogging Forum 2010?
Robert Basic: Referenten: Die furchterregende Twitterwall

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